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Fromental Halevy: la Juive

Fromental Halevy: la Juive : Jacques Fromental Halevy La Juive Die Wiederaufnahme von Fromental Hal?vys monumentaler Oper La Juive in den Spielplan der Wiener Staatsoper im Jahre 1999 — sie war dort zuletzt 1933 szenisch aufgef?hrt worden — ist eine begr??enswerte Leistung aller Beteiligten. Der vorliegende Mitschnitt bietet eine fast ungeschnittene Version der Premiere: Da zun?chst keine CD geplant war, stand sp?ter praktisch nur dieser eine Mitschnitt zur Verf?gung!

Auch f?r den perfektionierten Musikbetrieb unserer Tage ist La Juive immer noch eine gewaltige Herausforderung: Im s?ngerischen Bereich etwa sind f?r die Hauptrollen ausgesprochen robuste und gut disponierte S?ngerinnen und S?nger gefordert, die mit der exponierten Lage und der L?nge ihrer Partien umzugehen verstehen. In dieser Hinsicht ist Soile Isokoski zweifellos an erster Stelle zu nennen. Sie gestaltet mit gro?er stimmlicher und darstellerischer Reife die schwierige Rolle der Rachel, die zur Zeit des Konstanzer Konzils (1414) in ein am Ende t?dliches Spannungsfeld zwischen ihrem j?dischen (Zieh-)Vater El?azar und ihrem seine Reichsf?rstenidentit?t verschweigenden Geliebten L?opold ger?t. Brillant bew?ltigt auch die Sopranistin Regine Sch?rg die andere weibliche Hauptpartie der Prinzessin Eudoxie. Zoran Todorovich als L?opold ist im ersten Akt noch weniger ?berzeugend, weil er dort mit stimmlichen Problemen zu k?mpfen hat, f?ngt sich dann aber einigerma?en, ohne allerdings die au?erordentliche Qualit?t zu erreichen, die sein Deb?trezital auf CD hatte. Neil Shicoffs Leistung — er verk?rpert den El?azar — war m?glicherweise nur im Zusammenhang mit der schauspielerischen Darstellung seiner problematischen Figur wirklich vollkommen zu w?rdigen: Spendet doch das Publikum nach seiner gro?en Arie im vierten Akt einen so enthusiastischen Beifall, dass die rein s?ngerische Leistung, die auf der CD zu h?ren ist, nicht der einzige Grund daf?r gewesen sein kann.

Insgesamt ist zu sagen, dass der H?rer im ersten Akt durchaus Geduld und Durchhaltewillen ben?tigt, denn die Auff?hrung l?uft hier mit einigen m??igen s?ngerischen Leistungen doch recht schwerf?llig an. Ab dem zweiten Akt ?ndert sich das allerdings schlagartig. Was bleibt, ist das Problem mit dem Text, denn unbegreiflicherweise hat man sich daf?r entschieden, das Libretto nicht beizulegen. So kann man den Feinheiten der Handlung praktisch nicht folgen, zumal die Synopse im Beiheft recht d?rftig ist. –Michael Wersin Fromental Halevy: la Juive

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